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„Total tolle Tipps“ – wie du den Fokus behältst, damit dein Business nicht untergeht wie die Titanic

Aktualisiert: 25. Apr. 2023

„Tu dies, mach das und lass jenes!“


Manchmal habe ich das Gefühl, die Menschheit ist eine Ansammlung „guter“ Ratschläge und übergriffiger Tipps.


Jeder schreit seine Meinung als die einzig wahre in die Welt und die meisten wissen ohnehin viel besser, was du willst, als du selbst.


Kommt dir das Gefühl bekannt vor? Geht es dir auch manchmal so, dass du den Überblick verlierst und drohst, dich in dem Ozean voller Bevormundungen zu verlieren, vielleicht sogar in ihm zu ertrinken?


Dann geht’s dir, wie es mir besonders zu Beginn von geKON[n]TEXT erging.


Kaum einer sagte so etwas wie „Cool, endlich gehst du deiner Passion nach“ oder „Ich bin stolz auf dich, weil du dich etwas traust. Weiter so!“.


Ja, es gab ein paar dieser Menschen – zum Glück.


Die meisten überrannten mich jedoch mit Fragen, Ängsten, Sorgen und „total tollen Tipps“.


Und mittendrin stand ich, plötzlich winzig klein und von all dem erschlagen.


Wie ich es heraus geschafft habe und warum diese Außeneinflüsse meinen Fokus noch mehr geschärft haben, erfährst du im dieswöchigen Blog-Post.


Viel Freude beim Lesen und Aufatmen, denn: Fokus-sation Is Transformation. :D


Mein Name ist Sabs, ich bin Copywriterin und leidenschaftlicher Oktopus-Fan. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, klicke hier.



Wie im Film „Titanic“: Allein auf einer Tür im Ozean treiben und hoffen, dass man gerettet wird

Hast du den Film „Titanic“ gesehen?


Ach, komm. Du weißt genauso gut wie ich, dass das eine rein rhetorische Frage war.

JEDER hat diesen Film gesehen. :D



Ich war damals 11 Jahre alt, als er in die Kinos kam. Meine beste Freundin fragte mich, ob wir ihn uns anschauen wollen. Als großer Fan des Schiffes und seiner Geschichte musste ich natürlich mit. So wie ihre Mutter und die Vollmacht meiner. Das waren noch Zeiten.


Leonardo DiCaprio – schätze ich ihn als Schauspieler sehr –, war mir damals komplett egal. Auch die Story interessierte mich bedingt. Ich hatte zuvor gefühlt jedes deutschsprachige Buch über das Schiff gelesen, jede Dokumentation gesehen und kannte jede Schraube mit Vornamen.


Ich wollte den Film unbedingt sehen, weil ich wissen wollte, wie nah am Original sie das Schiff „gebaut“ hatten. Und ob er es schaffen konnte, mich mit auf die Reise zu nehmen, zurück ins Jahr 1912.


Zwei Szenen sind mir besonders in Erinnerung geblieben.

Einmal das ältere Ehepaar, das sich an der Hand nahm und gemeinsam darauf wartete, dass die Kabine geflutet würde.


Und die Szene, in der Rose auf der Tür trieb. Ganz allein, inmitten des pechschwarzen Ozeans. Halb erfroren und im Bewusstsein, dass ihr nicht mehr viel Zeit bliebe, bevor die Kälte sie töten würde.


Nur die alte Trillerpfeife war ihr geblieben. Mit letzter Kraft und zittrigen Händen hatte sie die Pfeife zum Mund geführt. Ihre blauen, mit Eis überzogenen Lippen ließen sich kaum noch schließen. Doch sie musste es versuchen. Musste ihre verbliebene Kraft bündeln und sich zusammenreißen, weil es ihre letzte Chance war, dem Tod zu entkommen.


Ich fühle das sehr.


Zum Glück nur im übertragenen Sinne. Unsere Türen hängen alle brav in ihren Angeln und in Viersen ist das Meer nicht gerade ums Eck.


Aber das Gefühl, ganz allein inmitten einer sich immer mehr ausbreitenden Schwärze zu treiben, gelähmt und unfähig, sich zu bewegen, kommt mir extrem bekannt vor.



Beispiel Füllwörter: Ich weiß, dass ich gar nichts weiß.

Mist, ein Füllwort, oder?

Ich möchte dir ein Beispiel geben, was für mich gerade brandaktuell ist: Füllwörter.


Hier scheiden und streiten sich die Geister dermaßen, dass es kaum konträrer zugehen könnte.


Die einen hassen und verteufeln sie so sehr, dass ihrer Meinung nach kein einziges von ihnen in einem Text auftauchen darf.


Dann, denn, auch, aber, jetzt, nun, gar … ganz egal, welches nur im Ansatz „unnütze“ Wort dieser Gruppe begegnet, es wird sofort eliminiert und für immer verbannt.


Braucht man nicht, „In der Kürze liegt die Würze“, man muss gnadenlos auf den Punkt genau schreiben.


Der gegnerischen Seite hingegen kann es nicht füllwörterig genug sein. Es gibt aber auch wirklich so super viele Wörter, die ich nun gar nicht alle nennen kann, denn so viel Zeit habe ich jetzt gerade übrigens auch überhaupt nicht.


Gemerkt? Genau, der Satz trieft vor Füllwörtern.


Mehr ist mehr, zu viel gibt es nicht und „schreibe, wie du sprichst“ gilt besonders für das Drumherum der Kernbotschaft.


Und dann gibt es mich.


Ich komme mir vor, als säße ich inmitten der beiden Lager, wie eingangs schon erwähnt, winzig klein, allein in der Dunkelheit, mit einem fetten Scheinwerfer über meinem Kopf.


„All eyes on me.“


Ein Zitat, das ich bereits in meinem letzten Blog-Post zum Thema Lampenfieber verwendet habe. Solltest du ihn noch nicht gelesen haben, kannst du das hier nachholen.


„Die Wahrheit liegt in der Mitte.“

Ebenfalls ein sehr beliebtes Zitat, dass inflationär oft für einfach alles verwendet wird.


Zurecht? Liegt die Wahrheit wirklich in der Mitte?


Mit Sicherheit nicht in jedem Fall, nein. Aber in puncto Füllwörter stimmt es für mich zu 100 %.


Völlig übersättigte Texte lesen sich nicht gut. Sie klingen holprig, sie beschwichtigen, wo sie das niemals tun sollten, und wirken insgesamt unsicher und unrund.


Deshalb gleich alle Füllwörter streichen?


Für mich ist das keine Option.


Menschen schreiben für Menschen, denn Menschen kaufen bei Menschen – das darf man lesen.

Außerdem ist der Kontext ENORM wichtig.


Einige Beispiele am Wort „echt“:

· „Ich finde dich echt nett.“

· „Versprochen, meine Worte sind aufrichtig und echt.“

· „Das Gemälde ist selbstverständlich echt.“

· „Echt jetzt?“


Oder am Wort „besonders“:

· „Wir müssen zusammenhalten, besonders jetzt.“

· „Du bist einzigartig und besonders.“

· „Besonders auf die Rechtschreibung solltest du achten.“

· „Obst mag ich besonders gerne.“


Zum Schluss noch vier Beispiele am Wort „jetzt“:

· „Jetzt stell dich doch nicht so an.“

· „Ich kann nicht, mein Termin findet jetzt statt.“

· „Bestellen wir das Essen jetzt oder später?“

· „Lebe jetzt!“


Entscheide selbst, an welchen Stellen du die Füllwörter weglassen oder ersetzen wollen würdest und an welchen du sie völlig in Ordnung findest.



Bauch und Herz oder Ohren und Verstand? Auf wen solltest du hören?

Wenn mich jemand fragt, ob ich den einen, den einzig wahren Tipp für sein Business und ihn hätte, wäre das: „Höre auf dein Bauchgefühl!“


Doch wie alles im Leben hat auch dieser Ratschlag seine Tücken.


Ein gutes Bauchgefühl allein bringt dir kein Wissen. Und ohne Wissen bekommst du keine Kunden.


Deshalb lass mich meinen guten Rat umformulieren: „Wenn du deine Nische gefunden hast und dir sicher bist, auf der richtigen Spur zu fahren, höre auf dein Bauchgefühl und nicht auf andere. Besonders dann nicht, wenn ihre Meinungen stark auseinandergehen und erst recht nicht, wenn sie massiv von deiner abweichen.“


Mensch, super eingängig, ich weiß! :D


Worauf ich hinaus möchte, ist auch kein Sprüche-Kalender für 2024; den Job überlasse ich gerne anderen.


Viel mehr geht es mir darum, dass du zu differenzieren lernst und dich nicht in den Wahnsinn treiben lässt.



Unternehmer A und B arbeiten konträr, jedoch erfolgreich – wie geht das?

Sagen wir, du bist Fitness-Coach. Jetzt habe ich von dem Business nur wenig Ahnung. Verzeihe mir bitte, sollte etwas an meinem Beispiel inhaltlich nicht korrekt sein. Mir geht es weniger um Aufklärung in der Fitnessbranche, als darum, dir anhand eines eindrucksvollen Beispiels zu zeigen, dass es nicht nur einen Weg zum Erfolg gibt.


Deshalb: Zurück zum Beispiel des Fitness-Coaches. Du hast vor Kurzem deine Ausbildung abgeschlossen und spielst mit dem Gedanken der Selbstständigkeit. Um zu erfahren, was auf dem Markt los ist und was sich Kunden wünschen, schnupperst du in die Kurse deiner Konkurrenten rein.


Coach A schwört auf Übungen, bei denen du die Muskulatur dadurch aufbaust, dass du die Posen hältst. Du machst also nicht 50 Kniebeugen, sondern nur zehn, hältst diese aber enorm lange.


Coach B arbeitet nach dem genau gegenteiligen Prinzip. Hier geht es um 100 Kniebeugen, so schnell wie möglich.

Dein Plan ist die gute Mischung. Manche Übungen sollen gehalten, andere auf Masse durchgezogen werden.


A sagt dir, dass nur das Halten der richtige Weg ist. B behauptet, dass nur die Menge es macht.


Schaust du dir die Kunden der beiden an, stellst du fest, dass beide Kundengruppen ziemlich durchtrainiert.


Wie kann das sein?


Ganz einfach: Es gibt nicht nur einen Weg zum Erfolg.


Beide Trainingsmuster funktionieren genauso gut, wie auch dein Plan es wird. Der Unterschied liegt nicht darin, dass eine Methode erfolgreicher ist, als die andere.


Der Unterschied liegt in der Zielgruppe.



Wenn du deine Zielgruppe kennst, gibt es kein Falsch

Das Allerwichtigste, um den Kopf zwischen all den „total tollen Tipps“ nicht zu verlieren, ist das Wissen über deine Zielgruppe.


Es geht nicht darum, wer richtig und wer falsch liegt. Du musst also gar nicht den Sherlock Holmes spielen und dich auf Spurensuche begeben.


Im unternehmerischen Bereich gibt es nicht die eine Wahrheit, die allgemeingültig für alle funktioniert.


Manche sind laut, grell, präsent und auffällig – und haben damit Erfolg.


Andere arbeiten eher still im Hintergrund, sind zurückhaltender und nicht aufdringlich – und auch sie haben Erfolg.


Warum?


Weil sie ihre Unternehmen perfekt auf ihre Zielgruppe abgestimmt haben.


Wenn du das hast, wenn du deine Zielgruppe wie deine besten Freunde kennst, dann:

Höre auf dein Bauchgefühl!



Das Rettungsboot, das mich auf der Türe im Ozean fand und mein Stimmenwirrwarr beendete

Erinnerst du dich noch an den Beginn dieses Blog-Posts und Rose, die nach dem Untergang der Titanic auf dem Ozean trieb?


Das war ich zu Beginn von geKON[n]TEXT.


Aber ich habe es geschafft. Mit aller Kraft habe ich in die Pfeife geblasen und wurde von dem Rettungsboot erspäht und aus dem Eiswasser gezogen.


Wie mir das gelungen ist?


Mit Fokus!

· Wer bin ich?

· Was ist meine Expertise?

· Was kann ich meinen Kunden bieten?

· Und mit welchen Kunden möchte ich zusammenarbeiten?


Noch immer konsumiere ich enorm viel Content meiner Kollegen. Webinare, Blog-Posts, Podcast und Social-Media-Beiträge – alles, was mir vor Augen und Ohren kommt, nehme ich dankend an und mit.


Wissen ist genau wie unser „First Business Date: Gratis, aber nicht umsonst.


Wichtig ist dabei jedoch, den Fokus niemals zu verlieren.


Wenn du zu sehr damit beschäftigt bist, nach rechts und links zu schauen, zu schauen, was andere machen und dich ablenken zu lassen, wird der Kahn mit Sicherheit untergehen.


Mehr dazu liest du ab heute um 18h bei Instagram unter geKON[n]EXT.



Wenn dir dieser Post gefallen hat, er dir gezeigt hat, dass kein Ozean zu schwarz ist und es immer rettende Trillerpfeifen gibt, lasse ihm gerne einen Like und/oder Kommentar da. Und natürlich darfst du ihn auch jederzeit teilen. <3


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